eBay als Marktplatz: Lohnt sich das Verkaufen auf der E-Commerce Plattform? 


E-Commerce & Marktplätze

eBay als Marktplatz: Lohnt sich das Verkaufen auf der E-Commerce Plattform?

ebay Logo auf mobile Bildschirm
Beim Wort Marktplätze denken die meisten von uns wohl an die Übermacht von Amazon. Dabei sollte aber der E-Commerce Player eBay nicht vergessen werden.
eBay ist ein in 190 Ländern vertretener Online-Marktplatz, der einen Anteil eines jeden Verkaufs, welcher über die Webseite abgewickelt wird, erhält. In den 1990er und frühen 2000er Jahren war eBay vor allem ein Kanal für Privatpersonen, um ihre gebrauchten Artikel an andere Privatpersonen zu verkaufen – einem Online-Flohmarkt nicht unähnlich. Heute nutzen hingegen auch große Marken eBay als Marktplatz. Obwohl es sich bei 81% der Artikel auf eBay um neue Produkte handelt, bleibt es trotzdem einer der größten C2C-Marktplätze im Internet.
Die Corona-Krise im Jahr 2020 führte außerdem dazu, dass tausende lokale Geschäfte eine eigene Onlinepräsenz auf eBay eröffnet haben.


 

Was bietet eBay?

eBay ist ein Kanal für den Direktverkauf, aber auch den indirekten Verkauf über autorisierte Händler im Rahmen des Brand Relations Programm. Im Gegensatz zu Amazon konkurriert eBay nicht mit den Händlern, da das Unternehmen selbst offiziell nichts auf der Plattform verkauft.
Ganz allgemein gesagt, bietet eBay Unternehmern einen weiteren Verkaufskanal und somit eine Möglichkeit, zusätzlich Geld zu verdienen. So wie Amazon, verfügt eBay über automatisierte Systeme, die den Anbietern das Verkaufen enorm erleichtern.
Die Nutzung dieser Plattformen für Unternehmer hat aber nicht nur Vorteile. Sehen wir uns hier einige positive und negative Aspekte an.

Die Vorteile

  • Kundengewinnung: Die eigenen Produkte über die großen Marktplätze zu verkaufen, bedeutet, von deren Reichweite profitieren zu können. eBay weist weltweit 185 Millionen Käufer auf, 20 Millionen davon allein in Deutschland.
  • Kundenbindung: eBay bietet beispielsweise die Möglichkeit, sich als „Gespeicherter Verkäufer“ vermerken zu lassen. So können sich Händler immer wieder in Erinnerung bringen.
  • Geringe Einschränkungen: Auf eBay gibt es kaum Grenzen bzgl. der Produktarten, die verkauft werden können. Neue sowie Second Hand Produkte, physische sowie digitale Ware sind zulässig. Einschränkungen betreffen illegale Produkte, Pornographie, Schusswaffen etc.
  • Markenimage: eBay ermöglicht einige Freiheiten bei der Gestaltung der Produktdetailseiten ebenso wie die Einrichtung eines Brand Showrooms (mit Angeboten zertifizierter Händler) und Brand Stores.
  • Innovation: eBay ist hier zwar nicht allein mit dabei, aber der Versuch, die Plattform ständig weiterzuentwickeln, ist trotzdem nennenswert. Die dunkle Version der App, der tägliche Einsatz künstlicher Intelligenz im Kaufprozess, die Möglichkeit einer visuellen Suche (Suche mittels Bilder) in der App sind nur einige Neuheiten der letzten Jahre.
  • Nachhaltigkeit: Dem Kundenwunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Onlinehandel folgend, hat eBay in den USA einen Shop für generalüberholte Ware (Certified Refurbished), vor allem aus dem Elektronikbereich, gestartet.

Die Nachteile

  • Provisionszahlungen: Provisionen und Gebühren sind bei eBay vergleichsweise hoch. Für private Verkäufer beträgt die Endwert-Provision 10% des Verkaufspreises (ohne Versand- und Verpackungskosten). Das Provisionslimit beträgt 200 Euro: Das bedeutet, bei einem Verkauf, der den Wert von 2.000 Euro übersteigt, fallen keine zusätzlichen Kosten an. Darüber hinaus kassiert eBay ab einer bestimmten Anzahl von Inseraten pro Monat eine zusätzliche Gebühr.
  • Überwachung der Produkte: Sollten Sie das Auktionsmodell nutzen, muss der zu verkaufende Artikel stets überwacht und bei eventueller Auktion ohne Angebote neu reaktiviert werden.
  • Service-Leistungen: eBay bietet keinen kompletten Logistikservice wie Amazon. Anders als bei Amazon gibt es bei eBay nur begrenzte Möglichkeiten, um den kompletten Verkaufsprozess zu automatisieren.
  • Wettbewerb: Die Konkurrenz bei eBay ist sehr groß. Gerade bei stark umkämpften Marken ist es deshalb oft schwierig, Ihr Produkt inmitten eines so breiten Angebots ausreichend hervorzuheben.
  • Negatives Feedback: Genauso wie bei Amazon sind auch bei eBay Kundenbewertung ein großes Thema und sollten von Verkäufern nicht unterschätzt werden. Der Kunde verfügt mit den Bewertungen nämlich über ein einflussreiches Instrument und kann einem Unternehmen mit negativen Rückmeldungen auch sehr schaden.

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