Shopware und Magento im Vergleich – Update 2020 


Die Qual der Wahl?

Shopware und Magento im Vergleich – Update 2020

Logos Shopware und Magento
Shopware und Magento stehen sichtbar in Konkurrenzkampf zueinander. Beide E-Commerce Lösungen nähern sich funktional immer weiter an und trumpfen von Version zu Version mit Neuerungen, Verbesserungen und umfangreichen Funktionen auf, um es den Händlern zu ermöglichen, ihren Kunden ein immer besseres Einkaufserlebnis zu bieten.
Im Sommer 2020 lief der Support für Magento 1 aus. Viele Händler fragen sich nun, ob es besser ist, auf Magento 2 umzuziehen oder sich für eine andere Shoplösung zu entscheiden. Grund genug, um einen erneuten Vergleich der beiden Systeme vorzunehmen und die Vorteile bzw. Nachteile aus den Blickwinkeln der unterschiedlichen Nutzer zu betrachten.


Aus Sicht des Marketings
Shopware bietet Marketing-Abteilungen mit den Erlebniswelten (ehemals „Einkaufswelten“), der Möglichkeit zum Storytelling und den SEO-Funktionen starke Möglichkeiten, um einfach und selbstständig Kampagnen pflegen und verwalten zu können. Die unterschiedlichen „Promotion“-Möglichkeiten und Systeme erlauben nahezu jede denkbare (zeitgesteuerte) Rabatt- und Gutschein-Aktion. Die intuitive Bedienung des Backends setzt auf eingängige Bedienkonzepte wie z.B. Drag & Drop.

Auch wenn Magento alles zum Thema Rabatte und Preiskampagnen bietet - für ein ähnlich flexibles Arbeiten der Marketing-Mitarbeiter braucht es von der Software-Entwicklung spezielle Widgets. Das Anlegen von Landingpages und eigenen (Start)Seiten erweist sich daher als etwas aufwändiger. SEO-Funktionen sind im Unterschied zu Shopware nicht automatisch konfiguriert, sondern müssen manuell gestaltet werden.

Aus Sicht der Software-Entwickler
Die zwischen Juni 2019 und Januar 2020 gelaunchte Shopware 6 Version weist einen völlig überarbeiteten Code auf. Die wichtigste Neuigkeit ist dabei sicherlich der API-First-Ansatz, besonders nennenswert der neu eingeführte „Rule Builder“. Mit letzterem können Regelsätze erstellt werden, welche unter anderem die Versandkosten, kundenspezifische Preise und Bezahlmethoden individuell steuern.

Magento hatte schon vor einigen Jahren mit Magento 2.0 die Entscheidung getroffen und die Software komplett überarbeitet - aus Entwicklersicht ein guter und mutiger Schritt. Hierdurch ist ein komplett neues E-Commerce-System entstanden, das den modernen Anforderungen entspricht und wieder „state-of-the-art“ ist. Die Lernkurve für das sehr komplexe Magento-System ist in allen Bereichen vergleichsweise hoch, so dass eine höhere Einarbeitungszeit notwendig ist. Dafür bietet Magento den Entwicklern aber beinahe alle Freiheiten der modernen Software-Entwicklung, viele Plug-ins sowie eine ausführliche Dokumentation, die allerdings nur in englischer Sprache verfügbar ist (bei Shopware ist diese in Deutsch und Englisch vorhanden).

Die Shopware-Developer-Community ist mit circa 40.000 Programmierern kleiner als jene von Magento (150.000), wodurch weltweit ein etwas geringerer Informationsaustausch möglich ist.

Aus Sicht des Shopmanagers
Im Backend bietet Shopware ein leicht erlernbares System mit einer übersichtlichen Navigation und ist daher auch für neue User einfacher zu verstehen. Es weist außerdem geringere TCO (Total Cost of Ownership) und Lizenzkosten auf und ist somit günstiger.

Im Bereich Internationalisierung hat Shopware 6 im Vergleich zu den vorherigen Versionen einen großen Schritt nach vorne gemacht, Magento Commerce führt hier aber immer noch. Die native Mehrsprachenfähigkeit gibt schon einen Hinweis darauf, dass es für internationale Projekte ausgelegt und mit mehr internationalen Usern auch schon häufiger dafür getestet wurde.

Aus Kundensicht
Das Shopware E-Commerce-System bietet dem Kunden im Frontend ein angenehmes responsives Einkaufsvergnügen. Shopware verfügt bereits standardmäßig über jede Menge Features. Für weitere Features bietet der Shopware-Store eine große Auswahl. Auch die Umsetzung des responsiven Frontends ist bei Shopware aktuell besser gelöst.

Das Magento Standard-Template Luma bietet im Vergleich nur rudimentäre Möglichkeiten. Im Bereich der Features hängt Magento ebenfalls hinterher.

Fazit
In ihren Standardfunktionalitäten weisen Shopware und Magento ähnliche Funktionen auf. Mittlerweile ist für den Laien auf den ersten Blick kaum noch erkennbar, welches Shopsystem das geeignetere für die eigenen Belange ist.
Shopware weist allerdings aufgrund einer 100 %-Eigenkapitalquote eine größere Unabhängigkeit und ein höheres Innovationstempo im Vergleich zu Magento - das seit 2018 zu Adobe gehört - auf.
Aus unserer Sicht ist Shopware für ein agiles Geschäftsmodell perfekt geeignet und auf dem guten Weg, europäischer Marktführer zu werden. teamblau setzt daher auf Shopware, ist seit 2017 Partner für Italien und seit Juni 2019 „Shopware 6 ready“ zertifiziert.



Quellen (Stand: 25.08.2020):
https://www.shopware.com/de/
https://www.basecom.de/shopware-6-e-commerce-systeme-im-vergleich-teil-2/
https://www.unifiedarts.de/shopware-5-vs-magento-2-0-2
https://8mylez.com/blog/shopware6-vs-magento/
https://dinarys.com/blog/shopware-6-vs-magento-2-can-the-new-player-dethrone-the-leading-cms
https://www.mittwald.de/blog/shop-systeme/shopware/shopware-vs-magento
https://timmehosting.de/blog/shopware-vs-magento
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